Aktuelles

  • Reiserücktritt wegen Darmproblemen
    von germanBroker.net am 15. März 2019 um 5:24

    Muss eine Reiserücktrittsversicherung auch zahlen, wenn ein Urlauber aufgrund einer Durchfall-Erkrankung den Flug nicht antreten kann? Mit dieser Frage musste sich aktuell das Oberlandesgericht Celle (Az. 8 U 165/18) beschäftigen — und fällte ein verbraucherfreundliches Urteil. Eine Reiserücktrittsversicherung kann eine Leistung nicht verweigern, wenn ein Versicherter seinen Flug aufgrund von Durchfall nicht antreten kann. Das hat mit einem aktuellen Urteil das Oberlandesgericht Celle bestätigt. Auf den Richterspruch macht aktuell der Norddeutsche Rundfunk aufmerksam. Versicherer argumentierte, es gebe im Flugzeug ja Toiletten Im verhandelten Rechtsstreit war ein Mann an einer Durchfallerkrankung erkrankt, was sein Arzt ihm auch bescheinigte. Deshalb flog er nicht mit dem Flugzeug in den Urlaub und wollte stattdessen Geld von seiner Reiserücktrittsversicherung haben. Doch diese wollte nicht zahlen. Die Begründung: Sowohl am Flughafen als auch im Flugzeug gebe es Toiletten, so dass es keinen Grund für einen Abbruch der Reise gegeben habe. Daraufhin klagte der verhinderte Urlauber vor Gericht und konnte dort einen Sieg erringen. “Es kommt auf die Zumutbarkeit des Reiseantritts an, nicht auf dessen technische Durchführbarkeit“, so betonten die Richter. Denn ob eine Reise angetreten werden könne, hänge nicht allein von der ärztlichen Diagnose ab, sondern auch von den Symptomen, die einen Reiseantritt am Tag des geplanten Fluges unzumutbar erscheinen lassen. Eine Toilette macht noch keine zumutbare Reise Hier betonten die Richter laut NDR, die Zumutbarkeit einer Reise dürfe nicht mit der technischen Durchführbarkeit verwechselt werden. So gebe es sehr wohl Toiletten im Flieger. Aber die Frage sei, ob auch auf dem Weg zum Flughafen, beim Einchecken in der Warteschlange oder beim Warten auf den Flug immer sofort eine Toilette aufgesucht werden könne, wenn dies dringend nötig ist. Zudem sei auch die Zeit bis zum notwendigen Erreichen der Flughöhe zu bedenken, in der die sanitären Einrichtungen nicht genutzt werden könnten. Dass andere Fluggäste die Toilette ebenfalls benutzen und dann blockieren, spreche ebenfalls dagegen, dass eine Reise mit Durchfall zumutbar sei. Der verhinderte Passagier bekommt also eine Schadenszahlung von seinem Versicherer. […]

  • E-Scooter:Versicherer zahlen (noch) nicht
    von germanBroker.net am 12. März 2019 um 5:22

    E-Scooter und Elektroroller erfreuen sich in vielen Metropolen der Welt steigender Beliebtheit: In Städten wie San Francisco oder Wien gehören sie längst zum Stadtbild. Auch in Deutschland sind bereits erste Fahrer mit den flotten Flitzern unterwegs. Das Problem: Die Haftpflicht zahlt nicht, wenn mit diesen Geräten in Deutschland ein Unfall passiert. Denn die Roller sind hierzulande noch gar nicht zugelassen. Es ist ein neuer Hype für viele junge und technikbegeisterte Menschen: E-Scooter treten weltweit ihren Siegeszug an. In Städten wie Paris, Wien oder Malmö sind sie schon recht häufig zu sehen. Und es gibt ja auch Gründe dafür: Gerade in Metropolen, die aufgrund des Autoverkehrs aus allen Nähten platzen, könnten sich die Elektroroller als sinnvolle Alternative für schnelles Vorwärtskommen etablieren. Sie sind umweltfreundlich, nehmen vergleichsweise wenig Platz weg und erlauben Höchstgeschwindigkeiten von 20-25 Stundenkilometern. Nur in Deutschland sind E-Scooter bisher kaum zu sehen. Kein Wunder, denn anders als Mofas sind E-Roller bisher nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Damit bedeutet es aktuell ein enormes Risiko, sich mit den schnellen Flitzern auf die Straße zu wagen. Christian Siemens vom „Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft“ (GDV) warnt aktuell im Berliner „Tagesspiegel“, dass die Nutzer keinerlei Haftpflichtschutz haben, sollten sie jemand anfahren und verletzen. Der Grund: E-Roller sind so schnell, dass sie zu den motorisierten Fahrzeugen zählen, und diese sind in den Privathaftpflicht-Verträgen in der Regel nicht mitversichert. Beziehungsweise nur dann, wenn sie explizit im Vertrag erwähnt sind. Und eine Kfz-Haftpflicht für die Gefährte gibt es aktuell noch nicht. Hinzu kommt, dass die Roller ja noch im Straßenverkehr verboten sind. Hier gilt es zu bedenken, dass die Scooter durchaus großen gesundheitlichen Schaden verursachen können. „Bei einer Kollision mit 20 km/h kann es Schwerverletzte geben“, warnt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV), ebenfalls im „Tagesspiegel“. Wenn dann ein Rollerfahrer einen Fußgänger umfährt und bleibende Verletzungen zu beklagen sind, kann das den finanziellen Ruin bedeuten: Schnell sieht sich der Fahrer mit Beträgen konfrontiert, die sechs- oder gar siebenstellig sein können. Im Zweifel müssen Reha, Medikamente, Verdienstausfall und Schmerzensgeld an den Verunfallten bezahlt werden. Deshalb empfiehlt es sich, vorerst auf die kleinen Flitzer im Straßenverkehr zu verzichten. Aktuell diskutiert das Bundesverkehrsministerium einen Gesetzentwurf, unter welchen Voraussetzungen die E-Scooter künftig auch auf deutschen Straßen, Rad- oder Gehwegen genutzt werden dürfen: mit einer Umsetzung ist zeitnah zu rechnen. […]

  • Pflegeversicherung - Reform angedacht
    von germanBroker.net am 8. März 2019 um 5:26

    Die Pflegeversicherung ist nur eine Teilkasko, in den letzten Jahren sind die Kosten für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nahezu explodiert. Deshalb will nun das Bundesland Hamburg eine Gesetzesinitiative im Bundesrat anstoßen, um die Kosten im Sinne der Betroffenen zu deckeln. Die Initiative zeigt die hohen Kostenrisiken der Pflegebedürftigkeit. Wer in Deutschland ein Pflegefall wird, sieht sich mit hohen Kosten konfrontiert: daran ändert auch die gesetzliche Pflegeversicherung nichts. Denn diese ist nur als Teilkasko-Schutz kalkuliert. Das bedeutet: Fast zwangsläufig ist die Sozialversicherung darauf angelegt, dass ein Pflegebedürftiger und seine Familie große Teile der Kosten übernehmen, wenn man auf fremde Hilfe angewiesen ist. Der Staat greift nur unterstützend ein. Doch in den letzten Jahren sind speziell die Kosten im Pflegeheim nahezu explodiert. Abhängig von Bundesland und Einrichtung kostet eine stationäre Heim-Betreuung im Schnitt zwischen 1.218 Euro (Sachsen-Anhalt) und 2.252 Euro (Nordrhein-Westfalen). Hier gilt es zu bedenken, dass seit dem 2. Pflegestärkungsgesetz der Bundesregierung die Heime einheitliche Pflegekosten berechnen. Sie sind nicht mehr vom Grad oder von der Stufe der Pflegebedürftigkeit abhängig, sondern werden von allen Bewohnern in gleicher Höhe gezahlt. Hamburg will fixen Eigenanteil Doch seit Inkrafttreten der Pflegestärkungsgesetze sind die Pflegekosten für Angehörige nahezu explodiert. Die durchschnittliche Last der Bundesbürger stieg von 1.772 Euro im Januar 2018 auf 1830 Euro monatlich zum Jahresanfang 2019. Ein Grund sind die Mehrleistungen, die mit dem Gesetz beschlossen wurden. Diese müssen jetzt auch finanziert werden. Deshalb will nun das Bundesland Hamburg über den Bundesrat eine Gesetzesinitiative anstoßen. Sie soll bewirken, dass der Eigenanteil im Sinne der Betroffenen fixiert wird. Dann würden Teuerungen im Gesundheitssystem von der gesetzlichen Pflegekasse getragen. Bisher ist es umgekehrt: Der Pflegeanteil, den der Pflegebedürftige zahlen muss, ist variabel, nicht so der Zuschuss der Krankenkasse. Hier ist ein fester Wert für Geld- und Sachleistungen vorgesehen. Kosten werden oft unterschätzt Doch selbst wenn der Vorstoß aus Hamburg Erfolg haben sollte: Das Armutsrisiko durch die Pflege wird damit nicht beseitigt. Denn das Reformvorhaben zielt nur auf die „reinen“ Pflegekosten, den sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE). Er wird vom Pflegeheim-Betreiber, den Pflegekassen und Kommunen ausgehandelt und beziffert sich aktuell auf 655 Euro. Dieser Betrag soll künftig gedeckelt werden und die Mehraufwendungen aus Steuermitteln bezahlt — zumindest, wenn es nach dem rot-grünen Hamburger Senat geht. Das aber ist längst nicht alles, was die Betroffenen zu zahlen haben. Hinzu kommen die Aufwendungen für Unterkunft und Versorgung im Heim, so dass sich dann die oben genannten, weit höheren Beträge ergeben. Mit bitteren Konsequenzen: Schon heute sind 300.000 Personen bzw. 37 Prozent auf Sozialhilfe angewiesen, berichtet das „Handelsblatt“. Aber dauerhaft springt das Sozialamt erst ein, wenn keine Verwandten in gerader Linie für den Pflegebedürftigen zahlen: in der Regel die Kinder oder Ehepartner. Die tatsächlichen Aufwendungen werden oft unterschätzt. Deshalb bleibt es unersetzlich, mit einer privaten Pflegetagegeld- oder Pflegerentenversicherung zusätzlich vorzusorgen. Sie zahlen einen vorher vereinbarten Betrag oder eine Rente, wenn bei dem Versicherten ein Pflegegrad festgestellt wird. Und sind tatsächlich ein Schutz gegen das Armutsrisiko. Hierbei gilt es auch zu bedenken, dass die Mehrheit der Pflegebedürftigen im eigenen Haushalt umsorgt wird. Rund zwei Drittel der Angehörigen reduzieren hierfür ihre Arbeitszeit und arbeiten nur noch in Teilzeit, was ein weiteres Armutsrisiko bedeuten kann. Das Geld aus der Pflegezusatz-Police können die Betroffenen auch an ihre Angehörigen weitergeben, wenn sie Aufgaben übernehmen — es kann frei verwendet werden! […]

  • Neues zum 1. März
    von germanBroker.net am 5. März 2019 um 5:23

    Zum 1. März 2019 treten wieder einige Änderungen in Kraft, die auch Versicherungen und Finanzen betreffen. Die Mütterrente wird angehoben — und Mofa-Fahrer müssen ihr Kennzeichen ändern. Wenn der neue Monat anbricht, dann werden auch wieder einige Änderungen des Gesetzgebers wirksam. Das betrifft auch erneut die Finanzen. So können sich Frauen mit Kindern, die vor 1992 geboren wurden, über etwas mehr Mütterrente freuen, wenn sie Anspruch darauf haben. Angepasst werden nun vor allem die Renten der Bestandsrentner, während in der Regel Neurentner schon seit dem Jahresbeginn den höheren Betrag erhalten. Aber keine Sorge: Die Mütterrente wird rückwirkend zum 1. Januar ausgezahlt. Für die Erziehungszeiten der vor 1992 geborenen Kinder erhalten die Mütter (und Väter, wenn sie das Kind erzogen haben) nämlich seit Januar einen halben Rentenpunkt zusätzlich angerechnet. In Westdeutschland bedeutet das 16,02 Euro mehr pro Monat und Kind, in Ostdeutschland 15,35 Euro, so berichtet die Deutsche Rentenversicherung auf ihrer Webseite. Wirklich tätig werden müssen die Mütter hierfür nicht: die Mütterrente wird automatisch erhöht. Grundsätzlich ist kein gesonderter Antrag für die Mütterrente erforderlich, lediglich Pflege- und Adoptiveltern müssen beim Rentenversicherungs-Träger einen formlosen Antrag stellen. Wenn das Geld nicht berechnet wird, sollte man sich aber dennoch danach erkundigen, da bei der Berechnung der Renten auch Fehler passieren. Neues Kennzeichen für Mofas und Krads Aktiv werden muss nun auch, wer mit seinem Mofa auf die Straße will und noch kein neues Nummernschild hat. Denn die Krad-Kennzeichen verlieren wie jedes Jahr Ende Februar ihre Gültigkeit und müssen entsprechend getauscht werden. Mit den blauen Nummernschildern sollte dann niemand mehr auf die Straße, denn das bedeutet eine Straftat. Stattdessen ist grün die Farbe der Saison. In der Regel ist nur ein Schreiben an den Versicherer notwendig, um das neue Nummernschild zu erhalten. Viele bieten den Service mittlerweile auch per App an. Aufpassen müssen auch Unternehmer aus dem Baugewerbe. Zum März tritt ein neuer Mindestlohn für Facharbeiter in Kraft: statt 14,95 Euro in West wird er auf 15,20 Euro erhöht. In Ostdeutschland müssen mindestens 12,20 Euro gezahlt werden, hier ist der Mindestlohn niedriger. Berlin nimmt mit 15,05 Euro eine Sonderstellung ein. Auch hier können Verstöße hart bestraft und im schlimmsten Fall als Straftat eingestuft werden. […]

 

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