Aktuelles

  • Pflegeheime - keine Pflegenoten mehr
    von germanBroker.net am 15. Oktober 2019 um 4:45

    Wer einen nahen Angehörigen in ein Pflegeheim geben muss, will sicher gehen, dass er gut betreut wird. Die bisherige Qualitätsüberprüfung per Pflegenoten hat sich jedoch als untauglich erwiesen, die Qualität der Pflege zu gewährleisten. Eine Reform der Bundesregierung soll nun Besserung bringen. Seit 2008 galten sie, seitdem waren sie stete Zielscheibe der Kritik: die Pflegenoten, die zur Qualitätsbeurteilung der Pflegeheime eingeführt wurden. Die Vorgaben aber waren äußerst milde, sogar schwerwiegende Mängel in der Pflege konnten durch Faktoren wie den Speiseplan ausgeglichen werden. Der Notendurchschnitt der Heime lag bei 1,2. Und selbst die Transparenzberichte, die zur Beurteilung der Heime erstellt wurden, besaßen laut einem Qualitätsbericht im Auftrag der Bundesregierung keine Aussagekraft. Zuletzt äußerte deswegen sogar der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU): "Der bisherige Pflege-TÜV war leider eine Farce“. Doch damit soll nun Schluss sein. Denn seit Oktober 2019 gilt ein neues Beurteilungssystem in der Pflege. Die Weichen hierfür wurden während der letzten Pflegereform der Bundesregierung in 2016 gestellt. Ein „Qualitätsausschuss Pflege“ erarbeitete jene Vorgaben, die ab sofort in die Praxis umgesetzt werden. Drei Säulen der Bewertung sichern die Pflegequalität: Weiterhin gibt es eine externe Überprüfung der Pflegeheime durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, die einmal jährlich stattfindet. Pflegemängel werden nun aber nach der Schwere kategorisiert. Demnach können schwere Pflegemängel nicht mehr in der Bewertung ausgeglichen werden. Für den Medizinischen Dienst sind verschiedene Eingriffsmöglichkeiten bei Pflegemissständen in Heimen möglich – angefangen beim Erteilen von Auflagen und endend beim Kündigen des Versorgungsvertrags für ein Heim. Neu geschaffen wurde ein zusätzliches internes Dokumentationssystem. Heime sollen nun selbst Daten erheben, um die Qualität zu erfassen und zu verbessern. Diese Daten betreffen Pflegemängel wie den Mobilitätsverlust oder Sturzverletzungen. Zweimal im Jahr sind die Daten an eine zentrale Sammelstelle zu übermitteln und werden dort ausgewertet. Hinzu kommen nun getrennt erhobene Daten zum Zustand und zur Ausstattung der Pflegeheime. Umsetzung schrittweise Damit sich Pflegebedürftige und Angehörige informieren können, müssen Pflegekassen nun Internetseiten einrichten, um ihre Qualität zu dokumentieren. Die Seiten sollen wesentlich umfangreicher als bisher über Zustand und Bedingungen der Pflegeheime informieren. Die Umsetzung des neuen Prüfverfahrens wird jedoch nur schrittweise erfolgen. Demnach muss bis Juni 2020 jede Einrichtung einmal Daten an die Sammelstelle übermittelt haben. Ab Juli 2020 sind die Daten zweimal im Jahr zu übermitteln. Veröffentlicht werden sollen die Informationen jedoch erst nach einer bestimmten Probezeit des neuen Verfahrens.

  • Aus für den „gelben Schein“
    von germanBroker.net am 11. Oktober 2019 um 4:00

    Ein neues Gesetz der Bundesregierung sieht vor, dass Beschäftigte künftig im Krankheitsfall nicht mehr an ihren Arbeitsplatz kommen müssen, um ihren Schein abzugeben: der digitale Wandel macht es möglich. Doch bis die Grundlagen dafür in die Praxis umgesetzt werden können, dauert es noch eine Weile. Wer kennt das nicht: Ein krankgemeldeter Mitarbeiter erscheint auf der Arbeit, um seinen Krankenschein abzugeben. Oder er wählt den Postweg. Eine Praxis, die nicht nur lästig für jene ist, die ihren Schein dem Arbeitgeber übermitteln müssen. In der Vergangenheit führte die Praxis außerdem nicht selten zu einer erhöhten Keimbelastung und demnach zu einer Ansteckungsgefahr: im Zweifel wurden dann auch andere Beschäftigte krank. Doch damit soll nun Schluss sein: Ein Gesetzentwurf aus dem Hause des Wirtschaftsministers Peter Altmaier (CDU) verspricht „mehr Digitalisierung“ und „weniger Bürokratie“. Demnach ersetzt eine „Krankschreibung digital“ bald die ungeliebten gelben Scheine. In einem ersten Schritt stimmte das Bundeskabinett am 18.09.2019 dem neuen Gesetzentwurf zu. Doch bis die neue Regel in Kraft tritt, wird es noch ein paar Monate dauern. Ab 2021: Krankschreibung über die Datenautobahn So sollen zukünftig die Krankenkassen den Arbeitgeber elektronisch über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit eines gesetzlich versicherten Arbeitnehmers informieren. Die Einreichung des „gelben Zettels“ hingegen entfällt nach Plan völlig. Stattdessen erhalten die Krankenkassen zunächst notwendige Daten durch den behandelnden Arzt übermittelt. Von der Krankschreibung ist dann, in einem zweiten Schritt, ein so genannter „Abruf“ zu erzeugen und an den Arbeitgeber weiterzuleiten. Auf diesem Wege wird außerdem der Zeitpunkt übermittelt, ab dem die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber im Fall einer längeren Erkrankung ausläuft. Geschehen soll der Datenaustausch über die Telematikinfrastruktur (TI), die als Datenautobahn zwischen den Akteuren des Gesundheitswesens geschaffen wurde. Laut Bundesministerium erfolgt der Austausch über verschlüsselte Verbindungen, so dass der Datenschutz gewährleistet ist. Gesetz soll Unternehmen um mehr als eine Milliarde Euro im Jahr entlasten Stichtag für die Umsetzung des geplanten Gesetzvorhabens ist der 30. Juni 2021 – bis dahin sollen alle Ärzte und gesundheitlichen Einrichtungen an der Übermittlung der Daten zur Arbeitsunfähigkeit an die Krankenkassen teilnehmen. Ermöglicht werden soll die Digitalisierung der Krankschreibung über das so genannte „Dritte Bürokratieentlastungsgesetz“. In einer Presseerklärung bewirbt Peter Altmaier dieses Gesetz, das weitere Maßgaben zur Digitalisierung der Bürokratie enthält, mit beeindruckenden Zahlen. So sollen Unternehmen um mehr als eine Milliarde Euro im Jahr entlastet werden und mehr Zeit und Geld zur Verfügung haben, um ihre Kernaufgaben anzugehen.

  • Wildunfall
    von germanBroker.net am 8. Oktober 2019 um 4:03

    Herbstzeit ist für viele Wildtiere die Zeit der Wanderschaft: Sie begeben sich auf die Suche nach Futter oder nach einem Winterquartier. Da zudem die Dämmerungszeit zunimmt, in der Wildtiere besonders aktiv sind, steigt im Herbst auch das Risiko für Wildunfälle. Was aber ist zu tun, wenn man einen solchen Wildunfall hat? Eigene Sicherheit muss stets zuerst kommen Wenn ein Wildunfall passiert ist, heißt es: Ruhe bewahren und überlegt handeln. Wichtig ist, dass man in der Unfallsituation immer zuerst auf seine eigene Sicherheit achtet. So sollte es selbstverständlich sein, den Warnblinker einzuschalten, die Gefahrenposition schnell zu verlassen und sich nur mit Warnweste auf der Straße zu bewegen. Auch sollte die Unfallstelle mit einem Warndreieck abgesichert werden, um nachfolgende Autofahrer zu warnen. Wichtig ist außerdem: ein verletztes Wildtier sollte nie einfach angefasst werden, um es zum Beispiel zum Tierarzt zu bringen. Denn das Tier befindet sich durch den Unfall in einer großen Stress-Situation. Gerade bei einer schweren Verwundung ist nicht auszuschließen, dass es aggressiv wird und dem Menschen dadurch gefährlich werden kann. Fatal wäre es außerdem, sich zu entfernen und das Wildtier einfach mitzunehmen. Zwar mag es immer wieder auch Menschen geben, die nach einem Wildunfall zunächst an ihren Sonntagsbraten denken und sich die Gelegenheit zur unerwarteten „Beute“ nicht entgehen lassen wollen. Jedoch: Jagdverbände warnen vor einer solchen Versuchung. Denn hierdurch riskiert man nicht nur seinen Kfz-Schutz wegen der fehlenden Bescheinigung. Der Unfallverursacher begeht bei Mitnahme des Wilds auch Jagdwilderei und macht sich dadurch strafbar. Die Wildschadensbescheinigung Erster Ansprechpartner nach einem Wildunfall sollte die Polizei sein oder die lokale Forstbehörde. Denn diese entscheidet nicht nur, was in der akuten Situation zu tun ist. Zugleich stellt sie ein wichtiges Dokument für die Kfz-Versicherung aus: die Wildschadensbescheinigung. Vom Wildschaden Betroffene sollten stets darauf achten, ein solches schriftliches Dokument auch zu erhalten. Denn die Wildschadensbescheinigung dient der Versicherung zur Beurteilung, wann und wo sich ein Unfall ereignete. Besitzt man ein solches Dokument hingegen nicht, riskiert man, dass die Kfz-Versicherung eine Übernahme der Schäden ablehnt und man selber auf den Kosten sitzenbleibt. Was deckt die Versicherung ab? Vertragsbedingungen prüfen! Beim Versicherungsschutz lohnt ein Prüfen des Vertrags. Teilkasko-Versicherungen ersetzen in der Regel Unfälle mit Haarwild. Zu Haarwild gehören beispielsweise Wildschweine oder Hirsche. Doch manche Versicherer schließen derartige Wildunfälle vom Versicherungsschutz ganz aus oder verlangen einen Zusatzbeitrag hierfür. Die Teilkasko zahlt außerdem, wenn man aufgrund eines Tieres auf der Straße ausweichen musste und hierdurch ein Unfall entstand. Allerdings muss der Fahrer in einem solchen Fall nachweisen, dass tatsächlich ein Tier auf der Straße stand. Weil erschrockene Tiere in den Wald fliehen, ist ein solcher Nachweis häufig nicht möglich. Gerade bei kleineren Tieren empfiehlt es sich deshalb, nicht auszuweichen - so bitter das für den Tierfreund auch sein mag. Die Vollkasko-Police hingegen zahlt außerdem, wenn eine entlaufene Ziege oder ein großer Vogel den Unfall verursachte. Doch auch hier lohnt sich ein Blick in die Police, um zu beurteilen, welcher Wildschaden abgedeckt ist. Mittlerweile zahlen auch immer mehr Teilkasko-Anbieter, wenn Schäden durch andere Tiere wie Kühe, Pferde oder Schafe verursacht werden. Grundsätzlich gilt für den Versicherungsschutz sowohl der Teilkasko- als auch der Vollkaskoversicherung: Da Wildunfälle sehr wahrscheinlich sind (laut Deutschem Jagdverband alle 2,5 Minuten in Deutschland), sollte man den Umfang seines Versicherungsschutzes anhand der Vertragsbedingungen überprüfen.

  • Arbeiten im Rentenalter
    von germanBroker.net am 4. Oktober 2019 um 3:56

    Viele Menschen wollen auch nach Erreichen des Rentenalters noch arbeiten, wenn es die Kräfte zulassen. Damit kann man auch seine Rente aufbessern. Aufpassen müssen jedoch jene, die die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben. Wer glaubt, eine Rentnerin oder ein Rentner setzt sich einfach zur Ruhe, der irrt. Mehr als 240.000 Menschen in Deutschland gehen auch im Rentenalter einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, so berichtet die Bundesregierung. Weitere 980.000 haben einen Minijob und 411.000 Personen über 65 Jahren waren darüber hinaus als Selbstständige tätig. Entgegen aller Klischees ist es nicht allein Armut, die diese Menschen dazu antreibt. Umfragen zeigen immer wieder, dass auch Seniorinnen und Senioren im Job Erfüllung finden und deshalb weiterarbeiten wollen. Man hat nicht nur mehr Geld zur Verfügung, sondern bleibt auch geistig fit und hat eine Aufgabe. In Zeiten fehlender Fachkräfte ist zudem die Arbeitserfahrung von Senioren besonders gefragt. Mit dem Arbeitgeber kann man seit 2014 ganz einfach vereinbaren, dass man später in Rente gehen will: auch mit einer festgelegten Frist, die sich nach Wunsch und Bedarf verlängern lässt. Damit kann man die Rentenansprüche schon recht gut aufbessern. Wer über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitet, erhöht die Rente um sechs Prozent für jedes Jahr ohne Rentenbezug, so rechnet die Bundesregierung vor. Bei einem Durchschnittsverdiener über 40 Jahre bedeutet ein einziges Jahr längere Arbeit schon 107 Euro Monatsrente (brutto) mehr. Beiträge zur Arbeitslosenversicherung entfallen dann auch. Doch auch für denjenigen, der bereits Rente erhält, kann es sich lohnen weiterzuarbeiten. Wer die Regelaltersgrenze schon erreicht hat und weiterhin in die Rentenkasse einzahlt, kann seit Inkrafttreten des Flexirentengesetzes im Januar 2017 ebenfalls seine Altersbezüge auffrischen und weitere Entgeltpunkte auf dem Rentenkonto sammeln. Ob es sich lohnt, schon in Rente zu gehen oder mit Rente weiterzuarbeiten, sollte man am besten von einem Experten durchrechnen lassen. Wer die Regelaltersgrenze bereits erreicht hat, kann beliebig viel hinzuverdienen. Aufpassen müssen aber Rentner, die von Vorruhestands-Regelungen Gebrauch machen. Sie dürfen die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Jahr nicht überschreiten. Wer sie doch überschreitet, muss mit Abzügen rechnen. Dann wird ein Zwölftel des Betrages, der über diese Grenze hinausgeht, zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet und es wird nur eine Teilrente ausgezahlt. Auch gilt es, den sogenannten Hinzuverdienstdeckel zu beachten: eine Grenze, wieviel man zusätzlich verdienen kann. Das entspricht maximal dem höchsten Einkommen der letzten 15 Jahre. Was darüber hinausgeht, wird sogar zu 100 Prozent auf die Rente angerechnet.

 

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